Die Ohr OP

21:00 Uhr
Gegen 17 Uhr ging es zur Notaufnahme. Dort habe ich auf die Chirogen gewartet. Diese schlossen eine Entzündung aus. Meine Familie hat sofort gesehen, dass meine Finger und Hände sowie Unterarme geschwollen waren. Das war aber nicht so stark und somit von Außenstehenden nicht direkt zu sehen. Der HNO Arzt schaltete dann noch dem Internisten ein. Zwischenzeitlich vergingen 2 Stunden und wir haben meinen Arm mit einem Kräuter- Alkohol Gemisch eingerieben wonach ich ihn wieder bewegen konnte. Der Internist machte um ca. 20 Uhr  einen ausgiebigen Ultraschall. Hier sah man deutlich, dass ca 2 cm über der Einstichstelle eine Behinderung in der Vene ist. Das Blut kann da nicht so gut vorbei. Thrombose! Meine Mutter hat angemerkt, dass es sich auch um eine gereizte Stelle der Vene von der Infusionsnadel handeln könnte. Der Arzt hat diese Anmerkung sehr ernst genommen. Nun bekomme ich heute und morgen Blutverdünnende Mittel und die Einstichstelle wird großflächig mit einem kühlenden Mittel behandelt. Morgen machen die Ärzte nochmal ein Ultraschall. Ach menno. Kann es denn nicht mal einfacher sein?

14:30 Uhr 
Seit dem der Venenzugang gezogen wurde habe ich starke Schmerzen an der Stelle.  Jetzt hat sich der Schmerz von der Armbeugr bis zum Handgelenk ausgebreitet, ich kann noch nicht mal mehr meine Finger bewegen. Es wurde ein Konzil zu den Chirogen gestellt und gerade wurde mir Blut abgenommen. Das war dickflüssig und nach der Abnahme ist mir schlecht geworden. Der Schüttelfrost beginnt - was ein Albtraum. 

9:00 Uhr
Da das Trommelfell komplett weg war, musste ein neues her. Knorpel aus dem eigenen Ohr eignet sich besonders gut dafür. Das linke Ohr würde ja bereits so repariert. Nun gestaltete sich der Anfang der OP schon etwas kompliziert, da der Arzt keine Vene gefunden hat, in die die Infusion kommen sollte. Es wurde auf die intensive Benutzung der Venen in dem letzten halben Jahr zurückgeführt. Heute schmerzt der Arm hollisch, wo nach 4 Versuchen endlich eine Stelle gefunden wurde. Das war mir auch schon in der Reha aufgefallen. Auch als nur Salzlösung über die Vene gegeben wurde hatte ich unglaubliche Schmerzen im Arm. 
Als das geregelt war, kam der Schlaf. Mein Ohrenarzt öffnete das Ohr von hinten. Dadurch konnte er besser sehen, denn der Gehörgang ist bei mir schwer einsehbar. Leider war der Hammer Arm nicht mehr da und als er die Verbindung zwischen Amboss und Steigbügel prüfte, war diese nicht stabil genug um den Schall übertragen zu können. Im OP Team wurde beschlossen, dass der Hammerkopf eine Verbindung mit dem Steigbügel und dem Trommelfell erhalten sollte, damit die Schallübertragung gegeben sein. Es fehlen mir jetzt also Hammergriff und Amboss. Nach der OP hatte ich starke Schmerzen und war auch entsetzt, als plötzlich Blut an meinem Hals herunter lief. 
Heute, einen Tag später, geht es mir schon viel besser. Wenn alles gut geht, darf ich morgen das Krankenhaus verlassen.